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U2-Baustelle Neubaugasse

Im Kreuzungsbereich von Lindengasse und Kirchengasse im Siebenstern-Viertel wird von den Wiener Linien unter der bestehenden U3-Station Neubaugasse eine neue U2-Station errichtet. Ihr Bahnsteig wird sich ca. 30 m unter Gelände befinden.

 

Das Aushubmaterial der obersten Schichten - bestehend aus pleistozänen Sedimenten tributärer Gerinne aus dem Wienerwald - zeigt hier Oxidationsfarben: rot, orange, gelb. Im Zuge der Hydrogeologischen Forschung Wien (WGM i.A. der MA 45) werden die Sedimente in enger Abstimmung mit den Wiener Linien und mit Unterstützung der Stadtarchäologie Wien beprobt und durch die Geologische Bundesanstalt untersucht. Erste Analysen zeigen unter anderem, dass die Rotfärbung auf das Mineral Hämatit zurückzuführen ist - eigentlich ein Hinweis auf tropische Verwitterung ...

 

Der hydrogeologische Längenschnitt Nord-Süd zeigt das geologische Setting der neuen U2-Süd-Station Neubaugasse: pleistozäne Ablagerungen der Donau (gelb) und der Wienerwaldzubringer (hellgrün) – beide nicht grundwasserführend – exponiert auf einem Höhenzug zwischen den quartären Erosionsrinnen von Wienfluss im Süden (neue U2-Station Pilgramgasse/Hofmühlgasse) und Ottakringer Bach im Norden (neuer U2-Notausstieg Augustinplatz).

 

Forschungsfrage: Warum zeigen die Wienerflusssedimente auf dem Höhenrücken im Siebenstern-Viertel deutlich rote Oxidationsfarben und in den südlich (Pilgramgasse / Hofmühlgasse) und nördlich (U2-Notausstieg Augustinplatz und U5-Station Frankhplatz) anschließenden Stations-Baustellen nicht?

Ziel Hydrogeologie: Es sollen Erkenntnisse zur Genese der Terrassentreppe im Wiener Raum gewonnen werden. Letztendlich geht es darum die Untergrundverhältnisse prognostizierbarer zu machen.  

Ziel Archäologie: Die archäologischen Befunde sollen in Bezug zu den naturräumlichen Gegebenheiten gesetzt werden.
 

Informationen über Schichten und Aufschlüsse können im Modell abgerufen werden.

Legende für Bohrsäulen und Buttons:

Das Untergrundmodell basiert auf der Auswertung von Bohrungen (bunte Stäbe). Hier ist der Stadtplan auf die Quartärbasis (= Donauschotterunterkante) gelegt.

Tipp: Beim Betrachten der 3D-Szene am PC/Laptop die Taste „W“ für Wired, „R“ für Rotate und „L“ zum Ausschalten der Beschriftungen ausprobieren.