Wienerberg

Das Teilgebiet 2012 umfasst den Wienerberg zwischen Liesing und Wienfluss. Seine Kuppe ist von älteren Donauterrassenschottern (Laaerberg- und Wienerbergterrasse) bedeckt, sein nördlicher Abhang von jüngeren Terrassenschottern (Arsenalterrasse). Am Südhang wurden keine Donauterrassenschotter abgelagert. Hier stehen unter geringmächtiger, quartärer Bedeckung miozäne Feinsedimente oberflächennah an.
Sie eignen sich als Ziegelrohstoff. Ihr einfacher Abbau führte über die Jahrhunderte zu einer Vielzahl von Ziegelgruben, die bis heute die Morphologie dieses Gebietes prägen.

Die Ergebnisse wurden im November 2012 von Dr. Sabine Grupe (Leiterin des Technischen Büros für Geologie der WGM) im Vortrag "Wienerberg" vorgestellt. Mag. Wolfgang Gaggl (Wienerberger AG) war Gastredner zum Thema "Die Verwendung von Ton in der Ziegelindustrie".

Nachzulesen sind die Ergebnisse im Wissenschaftsbericht der Stadt Wien 2012 (S. 330-334)

Das hydrogeologische Untergrundmodell wurde während des Vortrags von Mag. Thomas Payer (Technisches Büro für Geologie der WGM) multimedial veranschaulicht.

Der Nord-Süd verlaufende Längenschnitt (10fach überhöht) zeigt die von zwei Donauterrassenniveaus (gelb: Laaerberg- bzw. Wienerbergterrassenschotter) morphologisch gegliederte Kuppe des Wienerberges, den aus Arsenalterrassenschotter (gelb) und mächtigem Kolluvium (grau) bestehenden Nordhang sowie den durch Ziegeltonabbau versteilten Südhang. Nach dem Ton-Abbau wurden die Ziegelteiche in den Erholungspark Wienerberg integriert bzw. die Ziegelgruben durch Abraum (lila) aufgefüllt.  Der Ziegelabbau begann Anfang des 19. Jahrhunderts ausgehend von der Liesing (grün: Liesingbachschotter) und wanderte sukzessive nach Norden. Der Ziegelrohstoff ist mittelpannoner (hellbraun) Schluff/Ton.