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3D-Geologie to go

Die freie Geoinformationssoftware QGIS bietet mit der Erweiterung „Qgis2threejs“ nicht nur die Möglichkeit der 3D-Visualiserung des Untergrundes sondern auch den Export für die Nutzung in Webbrowsern (am Smartphone samt Ansichtsanpassung auf den GPS-Standort) sowie die Abfrage der Untergrundschichten.

Beispiel aus dem WGM-Untergrundmodell für den Bereich um den Frankhplatz als interaktive Web-Ansicht: Link zum 3D-Modell „Frankhplatz“  (18 MB Downloadvolumen).
Tipp: Beim Betrachten der 3D-Szene am PC/Laptop die Taste „W“ für Wired, „R“ für Rotate und „L“ zum Ausschalten der Beschriftungen ausprobieren.

Der Frankhplatz liegt nahe der Wiener Ringstraße, die der ehemaligen Stadtmauer folgt (schwarze, strichlierte Linie). Im Bereich des Frankhplatzes wird ein Stationsbauwerk der neuen U5 gebaut. Im Vorfeld wurde der Standort von Juli bis Oktober 2020 durch die Stadtarchäologie Wien untersucht.

 

Das Untergrundmodell basiert auf der Auswertung von Bohrungen (bunte Stäbe). Hier ist basal die Quartärbasis (bunt eingefärbt) dargestellt, darüber das Grundwasserniveau (blau) und oben das Geländemodell (gebäudebereinigt).



Informationen über Schichten und Aufschlüsse können im Modell abgerufen werden.
Legende für Bohrsäulen und Buttons:

 

Am Frankhplatz wurden durch die Stadtarchäologie Wien u.a. die Reste römischer Besiedlung gefunden. Durch sie konnte bewiesen werden, dass die römische Lagervorstadt von Vindobona weiter nach Westen reichte als bisher angenommen.


Es wurden z.B. römische Öfen (vermutlich Töpferöfen, 1. Jhd.) sowie Fundamente römischer Gebäude (3. Jhd.) freigelegt. Die Fundamente bestehen aus handverlesenen Steinen mit Durchmessern von 10 bis 20 cm. Es handelt sich vor allem um runde Quarzkiese der Donau und untergeordnet um plattige Sandsteinkiese der Wienerwaldbäche. Während die Donauschotter allochthon sind (hier steht der Donauschotter erst in Tiefen ab ca. 15 unter dem Gelände an), sind die Sandsteinkiese autochthon und stammen von einem Schwemmfächer zwischen Alser Bach und Ottakringer Bach.
3D Scans verschiedener Grabungsstadien sind auf der Webseite der Firma crazy eye, im Auftrag der Stadtarchäologie Wien, zu finden.

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