Altlastenmanagement
Wasserbauliche Projekte
Hydrogeologische Forschung

Dornbach bis Alsergrund - Rund um die geplante U5

Das Wiener innerstädtische U-Bahnnetz wird ausgebaut: Es entsteht die neue U5 und die U2 wird vom Rathaus aus nach Süden verlängert. Die Bestandsstrecke der U2 vom Karlsplatz bis zum Rathaus wird in U5 umbenannt und  in einer ersten Bauphase (2018-2023) bis zur neuen Station Frankhplatz ausgebaut. In einer zweiten Bauphase wird die U5 über Arne Carlsson-Park und AKH bis zur vorläufigen Endstelle Elterleinplatz  (Fertigstellung 2025 - 2028), in ferner Zukunft bis zur Vorortelinie und in sehr ferner Zukunft bis nach Dornbach verlängert werden.

Die Wahl des Untersuchungsgebietes 2016 des Forschungsprojektes "Angewandte Hydrogeologische Forschung Wien" (WGM i. A. der MA 45-Wiener Gewässer) ist auf die Generelle Planung der MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung abgestimmt.
Das Technische Büro für Geologie der WGM untersuchte die hydrogeologischen Verhältnisse rund um die geplante U5.

Hydrogeologischer Längenschnitt im Trassenbereich der geplanten U5; 10-fach überhöht; Bearbeitungsstand WGM Oktober 2016.

Im Zuge der Bearbeitung wurden die räumliche Geometrie der Grundwasserkörper, die Grundwasserarten, die Grundwasserströmungsverhältnisse sowie ihre Relevanz für das Tiefbauwerk beschrieben und planlich dargestellt. Ziel ist es, Aussagen über die großräumigen Grundwasserverhältnisse treffen zu können. Im Fall des Gebietes „Dornbach bis Alsergrund“ lag der besondere Fokus zudem auf den Kontaktzonen miozäner Grundwasserleiter mit dem Quartär, den Untergrundverhältnissen rund um die römischen Ziegeleien in Hernals sowie auf den Gesteinen der Rebflächen.

Lage des Teilgebietes 2016 innerhalb des Wiener Stadtgebietes, Verlauf der U5 vom Karlsplatz zum Elterleinplatz und evtl. zukünftig nach Dornbach (strichliert) und römische Werkstättenzone bei der neuen U5-Station Elterleinplatz (Kartengrundlage: Geländemodell der MA 41 – Stadtvermessung).

Das hydrogeologische Modell der WGM dient nicht nur als Analyse- und Planungsinstrument, sondern auch zur Visualisierung der komplexen Zusammenhänge. Sie wurden im November 2016 im Rahmen der WGM-Vortragsreihe „Wissen für Wien“ präsentiert.