Altlastenmanagement
Wasserbauliche Projekte
Hydrogeologische Forschung

WGM-Mitarbeiterin erhält wissenschaftlichen Förderpreis 2016 von MA 22

 

Im Dezember 2016 zeichnete die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) im Wiener Rathaus bereits zum 19. Mal junge, ambitionierte WissenschafterInnen für herausragende Arbeiten zu umweltrelevanten Themen mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis aus. Unter den 12 NachwuchswissenschafterInnen befindet sich auch Dipl.-Ing. Susan El-Heliebi, die für ihre Masterarbeit zur Reproduktionsbiologie einer in weiten Teilen Österreichs vom Aussterben bedrohten Orchideenart prämiert wurde. Dipl.-Ing. Susan El-Heliebi ist Mitarbeiterin der WGM im Bereich Altlastenmanagement.

Details zur Verleihung der Wissenschaftlichen Förderpreise 2016

WGM-Mitarbeiterin Dipl.-Ing. Susan El-Heliebi (2. v. l.) bekommt den Wissenschaftlichen Förderpreis der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) im Wiener Rathaus von Gemeinderat Erich Valentin und Univ. Prof. Hubert Dürrstein von der Universität für Bodenkultur überreicht. (Foto: © David Bohmann)

Susan El-Heliebi befasste sich im Zuge ihrer Masterarbeit einerseits verstärkt mit dem Fortpflanzungssystem des Wanzenknabenkrauts (Anacamptis (Orchis) coriophora), einer europaweit vom Aussterben bedrohten Orchideenart und andererseits mit deren Populationsentwicklung auf der Heißlände am Fuchshäufel im Wiener Teil des Nationalparks Donau-Auen.

Der Standort Fuchshäufel in der Wiener Lobau ist besonders interessant, da sich im Beobachtungszeitraum von 2008-2014 trotz eines Brandes im Jahr 2011 eine stabile bzw. positive Bestandsentwicklung dieser Orchideenart abzeichnete, im Gegensatz zu anderen Vorkommensarealen in Österreich und Europa, wo Anacamptis (Orchis) coriophora stark rückläufig ist. Ein Grund für die einzigartigen Standortbedingungen am Wiener Fuchshäufel, einer sogenannten Heißlände, liegt in der ursprünglichen Flussdynamik der Donau. Die Heißländen der Donau-Auen sind durch Auflandungsprozesse entstandene Sonderstandorte auf ehemaligen Sand- und Schotterbänken. Durch die Grundwasserspiegelabsenkung im Zuge der Donauregulierung haben sich die trockenen Bedingungen in diesen Bereichen noch extremer ausgebildet und einen einzigartigen und für diese Orchideenart anscheinend idealen Standort geschaffen.